Lagune vor Faro

In Albufeira war es unerträglich heiß 36 Grad und es gab wenig Wind als Abkühlung im Hafen.

Am Abend waren wir noch bei einem Italiener lecker essen, aber am nächsten Tag wollten wir wieder raus auf das Meer.

Unser Ziel, die Lagune vor Faro mit den Inseln Ilha da Culatra, Ilha Deserta etc.

Bei der Einfahrt sollte man schon die richtige Strömung mit sich haben und bei schwerem Wetter würde ich hier nicht reinfahren.

Wir ankern erstmal vor Culatra, um uns zu orientieren (Ebbe). Ist wie im Wattenmeer, nur etwas wärmer und voller 😉

Albufeira

Mittags verlassen wir unseren bisherigen Lieblingsankerplatz vor Lagos und können mit Code 0 gemächlich an der spektakulären Küste entlangsegeln.

Da meine Eltern Ende 80er – Anfang 90er mit dem Womo an der Algarve überwintert haben, zum Schluß in Albufeira, war dieser Hafen für uns ein Muss.

Schön ist es hier wirklich nicht mehr. Sehr britisch und sehr voll (Hochsaison).

Lagos Hafen

Da wir schon 6 Nächte nicht im Hafen waren. Gehen wir für 2 Tage in die Lagos Marina. Mal wieder das Boot waschen („dirty rain“ mit Sahara Staub), einkaufen und Ersatztampen für Ankerkralle besorgen.

Tagsüber ist es aber zu heiß, um viel Sightseeing zu machen.

Per Zufall treffen wir hier Gerald mit seiner RM Anyway, den wir auf der Messe in La Rochelle 2019 kennengelernt haben. Da er schon einige Jahre in Lagos ist, gehen wir zusammen etwas essen. War eine super Empfehlungung und sehr lecker – schöner Abend.

Lagos

Am nächsten Tag dann weiter nach Lagos, denn in der Ankerbucht soll es diese Nacht richtig kacheln.

Vorbei an der tollen Küste und den beindruckenden Felsen vor Lagos.

Unser Ankerplatz neben der Hafeneinfahrt. Auch hier viel Wind und der Tampen unserer Ankerkralle bricht… gut, dass es tagsüber passiert. Wir können Ersatz basteln.

Allerdings eine unruhige Nacht mit viel Wind. Das wird uns an dieser Küste wohl begleiten…nachmittags dreht er immer voll auf.

Sines Richtung Algarve

Nach schönen Tagen in Sines sind wir am Mittwoch sehr früh morgens Richtung Algarve aufgebrochen.

Zu Anfang mit Motor – aber Strömung mit uns – ging es flott voran. Bis dann der angesagte Wind endlich kam.

Viele Delfine waren unterwegs und 2 haben uns eine ganze Weile begleitet. Das ist immer wieder sehr ergreifend.

Vor dem Cabo de Sao Vicente ( südwestlichster Punkt Europas) drehte er immer weiter auf, sodass wir nur noch mit Groß unterwegs waren. Damit haben wir dann eine Ovni 430 überholt ;-)) guter Tag!

Abends dann in der Eseada da Sagres geankert. Sehr windig. Aber Anker hat gut im Sand gehalten.

Sines

Hier findet jedes Jahr das FMM Musikfestival statt.

Bis 6h morgens beste Unterhaltung am Ankerplatz :-)) Motto: Freedom sounds like this!!!

Ganz tolle Musik und Menschenmassen unterwegs. Heute sind Aufräumarbeiten angesagt…

Heute morgen Nebel (noch am Horizont zu sehen)

Weiter geht es

Nachdem wir den neuen Windgeber auf dem Mast installiert haben (Juchhu funktioniert wieder) und Einkäufe erledigt haben, ging es am Samstag weiter.

Eigentlich wollten wir in eine Ankerbucht vor Sesimbra 25nm, aber die prima und auch wir hatten soviel Spaß am Segeln, dass wir bis Sines gegangen sind 54nm. Windvorhersage wieder nicht stimmig (kennen wir mittlerweile) statt 17kn hatten wir in der Spitze 28kn aus 160 Grad. Recht schnell bauen sich erhebliche Wellen auf, die wir jedoch gut abgesurft sind. Waren sehr zufrieden mit der Performance unserer prima.

Anreise mit Hindernissen

Nachdem Thorsten 2 Wochen und ich 3 Wochen zu Hause waren, bin ich am 24.7. zurück nach Lissabon geflogen. (eine schöne Zeit mit Familie, Kater Carlo 😉 Klassentreffen etc.)

Eine Reise mit Hindernissen. Von der DB sind wir ja schon einiges gewohnt. Kein Zug war bisher pünktlich. Also möglichst schon 1 Tag vor dem Flug diesen Part erledigen. Das hat bei mir recht gut geklappt. Kein Zug, den ich gebucht habe, erreicht, aber durch Verspätungen voraus fahrender Züge 1/4Std. vor der ursprünglichen Planung in Köln/Bonn.

Jetzt konnte eigentlich nichts mehr schief gehen… zu früh gefreut. Denn am 24.7. morgens haben sich Klimaaktivisten auf der Start- oder Landebahn festgeklebt. Somit Chaos in Laos auf dem gesperrten Flughafen. Viele Flüge storniert – meiner „nur“ verspätet.

Mit 2,5 Std. Verspätung bin ich in Lissabon gelandet. Also noch Glück gehabt !!

Blick von oben

Unser Windanzeiger will nicht mehr. Kleine Reanimationen bringen nix. Also runter und muss wohl neu. Ist in 4 Jahren der Zweite!

Den ersten haben wir bei 40kn Wind in Le Havre „verloren“. War nicht richtig fixiert, ging noch auf Kulanz.