Wir hatten am Montag einen schönen Segeltag. Zum Schluß allerdings 20kts auf die Nase. Einmal noch gekreuzt, jedoch kaum Höhe gemacht, da die Tide/Strömung auch gegen uns war. So mussten wir die letzten 9nm doch noch motoren.
Ankern vor Ponta Jao de Arens (Nähe Portimao). Hier sind wir vor dem Wind geschützt. In der Nacht schläft der Wind aber ein und wir rollen erbärmlich in dem Atlantikschwell, der um die Ecke kommt.
Bei Ebbe brechen die Wellen, wo es flach wird. Nix wie weg.
Wir schauen uns noch Portimso an, aber für die Nacht sind über 30kn Wind angesagt und auch hier kann der Schwell rein, der sich durch den Hurrikan Erin auf dem Atlantik beachtlich aufgebaut hat.
Wir entscheiden, uns schon am Dienstag in die Marina zu verlegen.
Sind heute mit dem Dinghi zum Strand und haben eine Wanderung zur östlichen Einfahrt gemacht. Am Ende waren das hin und zurück 5km.
Vorher hatten wir am Ankerplatz noch Delfinbesuch. Das war auch schon vor Farol so, da dachten wir noch, dass sie sich vielleicht verirrt haben. Aber sie kommen wohl bei Hochwasser auch hier in diese Lagune. Toll!
Wenn auch leider Menschen auf Jetski (meiner Meinung nach eine Plage der Menschheit) die Tiere dicht verfolgen. Der frz. Kat neben uns und ich haben lautstark versucht, sie davon abzubringen. Gegen Dummheit gibt es halt keine Pillen!
Zur anderen Seite Richtung Dorf liegt das Seepferdchenschutzgebiet.
Seit gestern ist es etwas windiger und bedeckt und wir wollen auch wieder schwimmen, daher verlassen wir den Schlick und ankern am östlichen Ende vor Culatra.
Der Wind frischt dann auch ab mittags auf (war angekündigt) und schon gehen einige Boote auf drift, weil der Anker nicht hält.
Wir sehen tolle neue Ankermanöver. Aus Vorwärtsfahrt Anker und Kette raus (bei 5m Wassertiefe) gerade mal 5m, dann volle Kraft rückwärts, noch etwas Kette raus und sich wundern, dass nix hält. Puh! Man möchte Kurse geben, aber ist beschäftigt ihnen klar zu machen, dass sie einem auch zu dicht kommen.
Abends beruhigt sich das Ganze und alle finden Schlaf.
Wir ankern uns so durch. Jeder Spot hat etwas Besonderes.
Vor Armona versuchen wir, das 1. Mal mit diesem Boot, trocken zu fallen.
Konkret wollen wir noch etwas Wasser um uns herum haben, um einmal den grünen Bewuchs (waren diesen Winter im Wasser – kein neues Antifouling) abzuwischen. Das klappt ganz gut.
Über Nacht kommt etwas Wind auf und wir werden versetzt. Früh am Morgen wachen wir auf, weil wir im Bett auf eine Seite rollen. Was ist passiert?
Ein Spatenruder ist wohl etwas in den „weichen“ Untergrund eingesunken… zwei Stunden später ist der Spuk vorbei. Wir haben wieder etwas mehr Wasser und sind wieder gerade.
Gestern sind wir mit der Fähre von Farol nach Olhao gefahren. Haben erst lecker gefrühstückt und dann in der Markthalle Obst und Gemüse gekauft.
Da wir leider (nach 4 Häfen mit Tankstelle) nicht an Sprit für den Außenborder gedacht haben, besorgen wir einen 5l Kanister und dann heisst es „I’m walking…“ zur Tankstelle.
Als wir abends dann gechillt im Cockpit sitzen, hören wir gestresste Rufe von unserem Nachbarlieger (kleines Motorboot aus Portugal). Sonne ist schon untergegangen und Thorsten sieht durch das Fernglas Rauch.
Nach meiner Nachfrage, ob sie Hilfe brauchen und welcher Art wird bestätigt, dass sie Feuer an Bord haben.
Normalerweise ziehen wir unser Dinghi über Nacht immer über die Davids hoch. Gestern zum Glück nicht und Thorsten kann gleich mit einem Feuerlöscher durchstarten.
Auch andere Boote (etwas weiter weg) bekommen mit, dass etwas nicht stimmt und zwei weitere Beiboote kommen zu Hilfe.
Durch Kurzschluss im 12 Volt System (Batterien) ist der Brand entstanden und der eigene Feuerlöscher war schon aufgebraucht. Schluß endlich konnte der Brand gelöscht werden. Das hätte schlimmer ausgehen können, da der Tank (Benzin) nicht weit weg war…
Learning für uns: Feuerlöscher zu klein, unbedingt aufrüsten!!
Heute morgen werden die beiden von einem Freund abgeschleppt. Kommen aus einem Ort hinter Ilha Armona. Es war ihr 1. Tag eines zwei wöchigen Urlaubs :-((
Unverhofft bekommen wir Besuch, da ein Tauchkollege von Thorsten mit seiner Frau Urlaub in Portimao macht.
Da die beiden ein Auto gemietet haben und spontan sind, fahren sie von Olhao mit der Fähre bis Farol und wir treffen uns dort in einer Strandbar.
Später fahren wir alle mit dem Dinghi an Bord und haben noch ein paar schöne Stunden mit baden und erzählen bis Thorsten sie zur letzten Fähre um 20.20h wieder zum Anleger bringt.