Porto Santo

Bedeutet „heiliger Hafen“ und ist für seinen goldenen Strand bekannt. Es ist wunderschön hier. Die ersten Tage waren wir mit aufklaren, Schlaf nachholen, Dinghi aufbauen und anmelden beschäftigt (Hafenbüro und Zoll).

Auch hatten wir noch starken NO bis N Wind, der sich in Fallböen mit bis zu 30kn hier am Ankerplatz bemerkbar gemacht hat.

Der Ankerplatz kostet 6,95 EUR p. T. (draußen und drinnen). Dafür kann der Müll entsorgt werden (vorbildlich wie in Lagos getrennt), Wasser genommen, das Dinghi Dock genutzt und die Duschen/Toiletten benutzt werden.

Es gibt auch ein kleines Hafen Café…

Rückblick

Die Orca Wanderungen von Gibraltar nach Galizien haben genau in „unserer“ Woche begonnen.

Unsere Strategie, möglichst direkt und schnell (mit Motor bei wenig Wind) auf die 1000 Meter Tiefenlinie zu kommen, hat funktioniert.

Nach 5 Std. konnten wir mit Code 0 und Gross herrlich am Wind segeln. Nachts mit fast Vollmond. Am 2. Tag ein paar Stunden Flaute.

Danach ging es wieder flott weiter. Ab Sonntag Nacht dann: Windzunahme und -Drehung, Welle 2,2m. Groß 1. Reff und ein klein wenig Fock. Dazu bestes Nordseewetter 😉

Wetterfenster finden

Seit Mitte Juni sind wir zurück auf der prima. Letzte Vorbereitungen, bunkern, kochen, backen und sich an die Hitze gewöhnen.

Dann haben wir noch die Idee einen neuen Anker (5kg schwerer als der vorherige) zu kaufen und anzupassen.

Es sah vor ein paar Tagen mit einem Start am Sonntag (heute) Richtung Porto Santo gut aus.

Gestern haben wir uns eigentlich schon von diesem Startermin verabschiedet und heute morgen um 6h dann endgültig.

Wir hätten einiges motoren müssen und zum Ende Wind auf die Nase bekommen, Welle wäre fein gewesen.

Die nächsten Tage werden wir nicht los kommen. Das Hoch über Europa blockiert die Tiefs vom Atlantik. Das bedeutet viel Wind (wäre machbar), aber auch hohe Wellen (4m)

Also abwarten, denn „geduldiger Skipper hat immer guten Wind“ Schauen wir mal, ob das stimmt.

Neuer Plan: Dienstag raus aus dem Hafen, ankern Ria Formosa. Es gibt Schlimmeres 😉

Licht und Schatten

Wir haben uns bewusst entschieden, die Armut, den Dreck/Müll und die vielen Katzen (aber auch Hunde) jeglicher Alters- und Gesundheitsstufe zu zeigen.

Denn zu jedem Licht gehört auch Schatten und ich musste mein Herz sehr stark verschließen, um das teilweise auszuhalten.

Die Gerbereien von Fes

Fes ist bekannt für seine Lederherstellung.

Eine wirklich wahnsinnige, schmutzige und nicht gesunde Arbeit. Da mittlerweile viel mit Chemie gearbeitet wird, aber dennoch Handarbeit oder vielmehr Fussarbeit.

Bevor wir auf die Terrasse für die Besichtigung hochgestiegen sind, wurde uns die „arabische Gasmaske“ überreicht. (frische Minze)

Unter den Lederballen sind Esel, die diese Lasten über die Stufen tragen müssen 🙁

Riad Fes

Wir haben uns in ein typisches Riad inmitten der Medina eingebucht.

Inschallah mit Klimaanlage!

Denn es werden 43 Grad und durch die Abkühlung im Pool und in der Nacht das Zimmer auf 24 Grad runter gekühlt, kann man es aushalten.

Im Gegensatz zu Rabat herrscht hier aber eine trockene Hitze, die eh besser von uns zu ertragen ist.

Fes

Am Donnerstag ging es mit dem Zug von Sale (Bahnhof ca. 1km von der Marina entfernt) nach Fes. 20 Minuten verspätet (also nicht nur in D so 😉 ging es los.

Wir hatten die Fahrkarten 1. Klasse online gekauft (nur hier gibt es eine Sitzplatzreservierung). Der Zug ist etwas älter, aber mit Klimaanlage und wir waren nur 10 Minuten verspätet in Fes.

Interessante Fahrt durch Gebiete mit Industrie, aber auch sehr viel Landwirtschaft. (Getreide, Melonen, Oliven..)

Achtung Fußgänger

Trotz Zebrastreifen ist es lebensgefährlich die Straßen zu überqueren. Manchmal gibt es auch Ampeln: wenn für Fußgänger grün, haben bei den Autos 2 Spuren rot und eine grün…

Da wir es in Spanien und vor allem in Portugal gewohnt waren, dass beim kleinsten abbiegen Richtung Fußgängerüberweg, die Autos eine Vollbremsung machen und du – ob du willst oder nicht 😉 – gezwungen wirst, rüber zu gehen. Hier muss man sehr wachsam sein!