Wir machen nur kleine Ausflüge mit dem Fahrrad und ruhen uns viel aus.
Langsam geht es aufwärts.





Wir machen nur kleine Ausflüge mit dem Fahrrad und ruhen uns viel aus.
Langsam geht es aufwärts.





Ein schlimmer Husten bei Thorsten zwingt uns etwas langsamer zu tun und zum Abklären einen Arzt aufzusuchen.

Nach ausführlicher Untersuchung wird ihm Penicillin für 5 Tage verschrieben. Wir haben online um einen Termin gebeten und sofort für den nächsten Tag 4 Terminvorschläge bekommen. Keine Wartezeit!
Das Ganze hat 65 GBP gekostet sowie 5,99 EUR für das Medikament.
Da meine Erkältung auch wieder zurück ist, werden wir hier bleiben, bis wir beide wieder topfit sind.
Morgen wäre erstmal das letzte Wetterfenster, um Richtung West zu gehen. Aber es gibt schlimmere Orte, um auf das nächste Wetterfenster zu warten.
Ausserdem haben wir hier ja auch noch nicht viel gesehen.
Erste Eindrücke:







Erst Passkontrolle, dann Rollfeld überqueren….
Am Montag verlassen wir Tanger und somit auch Marokko Richtung Gibraltar.


Um unsere Pässe wieder zu bekommen, waren sage und schreibe 4 Männer und 1 Frau an Bord. Jeder hatte natürlich eine Funktion. Aber alles lief reibungslos ab und nach 1/2 Std. konnten wir ablegen. Au revoir!

Zu Anfang ging es recht gut zu segeln, dann bekamen wir es mit der Strömung zu tun. Obwohl lt. unserem Check bei Windy eigentlich alles mit uns laufen sollte. Aber was soll es.

Ab Tanger Port Med können wir wieder segeln und queren die Straße von Gibraltar. Mit AIS geht das sehr gut. Wir haben die Riesen und die haben uns auf dem Schirm.


Abends kommen wir in der Alcaidesa Marina an. Blick vom Liegeplatz.

Am nächsten Tag geht es ca. 100km zu blauen Stadt (Chefchouan)



Im Inland grosse Staudämme, Landwirtschaft und Wald
Wirklich wunderschön dieses blau






Eigentlich wollten wir auch noch Tetouan besuchen, aber es ist wieder sehr heiß und wir schauen uns nur kurz den Strand am Mittelmeer an und sind dann froh wieder an Bord zu sein.


Wir haben uns für 2 Tage ein Auto gemietet und stellen uns dem waghalsigen Verkehr von Marokko.
Getreu dem Motto, der Stärkere oder der Abgebrühteste gewinnt. Ampeln werden missachtet, Fahrspuren sind auch nur Makulatur. Links, rechts überholen dazwischen Fahrräder (die sich auch an Transporter hängen) und Rollerfahrer im Zickzack Style. Der reine Wahnsinn.
1. Station Asilah
Ein Künstlerdorf am Atlantik.





2. Station: Cap Spartel
Das haben wir ja schon umsegelt und nun wollen wir den Leuchtturm besuchen.





Der Spruch stammt von Bert Frisch TO und trifft auf den heutigen Tag voll zu.

Nachdem wir das Boot gewaschen, unsere Wäsche erledigt und den morgigen Tag geplant haben, wollten wir eigentlich den nächsten Supermarkt ansteuern, um etwas Käse etc. zu finden.
Aber es kommt anders. Nach dem Abpumpen der Toilette gibt es einen Zischlaut und der Fäkalientank hat oben einen Haarriss und ein Teil der „Brühe“ läuft raus in die Bilge. Ach nee, oder?
Guter Tag, um die Bilgepumpen zu testen? Frischwasser mit Schlauch von außen rein und die Bilgen auswaschen. Bilgepumpe ist jetzt gecheckt, läuft!

Nun „nur“ noch den 60l Tank leer kriegen. Da ich lt. Thorsten jeden Mist kaufen muss, den man nicht braucht, ist dieses Mal ein Teil von mir „the one and only“.
Das Ende vom Lied, der letzte Schlauch unten am Fäkalientank zum Seeventil sitzt zu. Was für eine Sch…Arbeit, aber jetzt läuft es wieder. Thorsten hat bis spät am Abend daran gewerkelt, jetzt funktioniert es wieder.
Shit happens 😉

Natürlich wieder eine Medina;-)
Leicht hügelig und man kann über die Straße von Gibraltar nach Tarifa sehen.












Der Rest relativ entspannt. Wir aber total fertig.
Cap Spartel bis Anfahrt Tanger.





Dann noch die Einklarierunsprozedur erledigen und danach auf unseren Liegeplatz und endlich alles fallen lassen. Puh, geschafft.

Mussten wir handschriftlich ändern. War kurz davor konfisziert zu werden. Also unbedingt alle Karten gut verstecken (wurde bei uns aus dem Navitisch gefischt)
Dieser Törn gehört ganz oben auf unsere TOP TEN der anspruchsvollen Segeltouren. Nicht wegen Wetter, das hat gut gepasst…






Gegen 2.30h nachts wurde der Wind weniger und nachdem wir an vielen blinkenden „Bojen“ (Netze) vorbei gesegelt sind und im Radar voraus lt. Thorsten ein „Hornissennest“ auf uns wartete, nahmen wir Code 0 und Groß komplett runter und waren weiter unter Motor unterwegs. Sehr weise!
KEINER hat hier AIS (oder nicht an), also ohne Radar nicht machbar.
Als wir auf das sogenannte „HNest“ (Fischer in allen Größen und Formen) weiter aufkamen, wurden erstmal alle Lichter der Schiffe gelöscht. Echt Horror und spooky!
Etwas später brummten die Motoren auf uns zu und es wurden überall rote Blitzlichter angemacht, dazu Sirenen. Boah, wir sind sofort mit 90 Grad und voller Kraft (gut, dass die Segel unten waren) Richtung offene See abgedampft.
Hier wurde ja auch gefischt und einer hat uns mit seiner Lampe signalisiert (gut, dass wir das kapiert haben) hinter ihm durchzugehen.
Das Ganze ging die Nacht mit kleineren Gruppen so weiter. Aber nicht so heftig wie vorher beschrieben und machbar.
Wir waren sehr froh, als die Sonne aufging und wir auch wieder Segel (nur Code 0) setzen konnten.
Keine Ahnung, wo man hier nachts Segel soll. Wir hätten über Nacht auch lieber geankert = verboten! Weiter draußen haben wir auch die großen Gruppen gesehen. Ich denke mal vielleicht 30 bis 40 sm weiter draußen?
Es gibt leider keine Bilder, dazu waren wir nicht in der Lage.

Da ich nicht so fit bin (Erkältung) ist es schön, dass es ganz friedlich los geht. So könnte es weiterlaufen.

Lt. Wetterbericht sollte der Wind N bis NW gegen 13h etwas zunehmen und so ist es dann auch. Erst segeln wir mit 3-4 kn später dann 5-6 kn. Die Welle kommt seitlich und ist moderat. (Groß und Code 0)
Dann sieht Thorsten voraus schon eine Reihe von Vögeln (typische Vorzeichen für das Jagen von Delfinen).

Und so ist es dann auch. Unser Kurs führt mittendurch und einige lassen sich ablenken, um mit uns um die Wette zu schwimmen. Immer wieder sehr ergreifend und besonders!!
Wir nehmen das immer als positives Vorzeichen, dass bei diesem Törn alles gut wird. ;-))