Es geht los 26.06.26.
1. Ziel Porto Santo ca. 470 nm to go….

Unser Ziel haben wir am 29.06.26 um Mitternacht erreicht:
484 nm in 83,5 Std.
Es geht los 26.06.26.
1. Ziel Porto Santo ca. 470 nm to go….

Unser Ziel haben wir am 29.06.26 um Mitternacht erreicht:
484 nm in 83,5 Std.
Seit Mitte Juni sind wir zurück auf der prima. Letzte Vorbereitungen, bunkern, kochen, backen und sich an die Hitze gewöhnen.
Dann haben wir noch die Idee einen neuen Anker (5kg schwerer als der vorherige) zu kaufen und anzupassen.

Es sah vor ein paar Tagen mit einem Start am Sonntag (heute) Richtung Porto Santo gut aus.
Gestern haben wir uns eigentlich schon von diesem Startermin verabschiedet und heute morgen um 6h dann endgültig.
Wir hätten einiges motoren müssen und zum Ende Wind auf die Nase bekommen, Welle wäre fein gewesen.
Die nächsten Tage werden wir nicht los kommen. Das Hoch über Europa blockiert die Tiefs vom Atlantik. Das bedeutet viel Wind (wäre machbar), aber auch hohe Wellen (4m)
Also abwarten, denn „geduldiger Skipper hat immer guten Wind“ Schauen wir mal, ob das stimmt.
Neuer Plan: Dienstag raus aus dem Hafen, ankern Ria Formosa. Es gibt Schlimmeres 😉

Nach 2 Jahren im Wasser war es wieder einmal Zeit, das Antifouling zu erneuern.
Bei Sopromar in Lagos wurden wir aus dem Wasser gehoben und nach 6 Tagen wieder zurück.
Dazwischen anstrengende Tage mit schleifen und 2x Antifouling streichen. Auch der Propeller wurde nach 3 Jahren gesäubert und wieder mit PropSpeed gestrichen sowie das Bugstrahlruder auseinander genommen, gesäubert und gegen Bewuchs geschützt.
Alles sehr anstrengend bei sonnigem, sehr warmen Wetter.
Aber nun ist wieder alles schick. Siehe Ruder im neuen Design 😉

Und somit schließt sich der Kreis. Wir sind zurück in Lagos. Hier wird die prima wieder den Winter verbringen und wir werden sie regelmäßig besuchen.
Es war eine intensive Zeit mit vielen verschiedenen Eindrücken, die auch verarbeitet werden müssen, um Platz für Neues zu machen.

Neuer Steg – neuer Ausblick…

Wir hatten am Montag einen schönen Segeltag. Zum Schluß allerdings 20kts auf die Nase. Einmal noch gekreuzt, jedoch kaum Höhe gemacht, da die Tide/Strömung auch gegen uns war. So mussten wir die letzten 9nm doch noch motoren.
Ankern vor Ponta Jao de Arens (Nähe Portimao). Hier sind wir vor dem Wind geschützt. In der Nacht schläft der Wind aber ein und wir rollen erbärmlich in dem Atlantikschwell, der um die Ecke kommt.
Bei Ebbe brechen die Wellen, wo es flach wird. Nix wie weg.
Wir schauen uns noch Portimso an, aber für die Nacht sind über 30kn Wind angesagt und auch hier kann der Schwell rein, der sich durch den Hurrikan Erin auf dem Atlantik beachtlich aufgebaut hat.
Wir entscheiden, uns schon am Dienstag in die Marina zu verlegen.





Die letzten beiden Tage war es für uns gefühlt kalt. Auch ist das Deck morgens patschnass.
Wasser 18 Grad und draußen 24! Aber wenn man wochenlang über 30 Grad hatte…
Trotzdem muss Thorsten zur Schraube runter tauchen, da wir beim Fahren unter Motor eine Unwucht der Schraube festgestellt haben.
Und siehe da, es hat sich ein Kartoffelnetz an zwei Flügeln des Propellers verheddert. Wieder einmal hat sich das Tauchequipment an Bord rentiert.


Heute am Sonntag ist es dann endlich wieder wärmer. Wir setzen mit dem Dinghi zur Ilha Deserta über und machen eine ca. 3km lange Strandwanderung.




Das ist erstmal der letzte Ausflug an der sandigen Algarveküste. Morgen geht es Richtung Alvor.

Am Donnerstag haben wir wieder vor Farol den Anker geworfen. Somit ist unser Ankerkreis in der Ria Formosa geschlossen.

Abends dann zur Strandbar auf der Atlantikseite. Es gibt nicht mehr viel frische Vorräte an Bord.



Am Freitag dann wieder mit der Fähre nach Olhao. Frühstücken und Einkäufe tätigen. Jetzt sind wieder Obst und Gemüse an Bord.



Sind heute mit dem Dinghi zum Strand und haben eine Wanderung zur östlichen Einfahrt gemacht. Am Ende waren das hin und zurück 5km.
Vorher hatten wir am Ankerplatz noch Delfinbesuch. Das war auch schon vor Farol so, da dachten wir noch, dass sie sich vielleicht verirrt haben. Aber sie kommen wohl bei Hochwasser auch hier in diese Lagune. Toll!
Wenn auch leider Menschen auf Jetski (meiner Meinung nach eine Plage der Menschheit) die Tiere dicht verfolgen. Der frz. Kat neben uns und ich haben lautstark versucht, sie davon abzubringen. Gegen Dummheit gibt es halt keine Pillen!






Zur anderen Seite Richtung Dorf liegt das Seepferdchenschutzgebiet.



Seit gestern ist es etwas windiger und bedeckt und wir wollen auch wieder schwimmen, daher verlassen wir den Schlick und ankern am östlichen Ende vor Culatra.

Der Wind frischt dann auch ab mittags auf (war angekündigt) und schon gehen einige Boote auf drift, weil der Anker nicht hält.
Wir sehen tolle neue Ankermanöver. Aus Vorwärtsfahrt Anker und Kette raus (bei 5m Wassertiefe) gerade mal 5m, dann volle Kraft rückwärts, noch etwas Kette raus und sich wundern, dass nix hält. Puh! Man möchte Kurse geben, aber ist beschäftigt ihnen klar zu machen, dass sie einem auch zu dicht kommen.

Abends beruhigt sich das Ganze und alle finden Schlaf.
Wir ankern uns so durch. Jeder Spot hat etwas Besonderes.

Vor Armona versuchen wir, das 1. Mal mit diesem Boot, trocken zu fallen.
Konkret wollen wir noch etwas Wasser um uns herum haben, um einmal den grünen Bewuchs (waren diesen Winter im Wasser – kein neues Antifouling) abzuwischen. Das klappt ganz gut.

Über Nacht kommt etwas Wind auf und wir werden versetzt. Früh am Morgen wachen wir auf, weil wir im Bett auf eine Seite rollen. Was ist passiert?




Ein Spatenruder ist wohl etwas in den „weichen“ Untergrund eingesunken… zwei Stunden später ist der Spuk vorbei. Wir haben wieder etwas mehr Wasser und sind wieder gerade.
Ist halt keine Ovni LOL