Von Rabat nach Tanger

Nachdem wir an der Zollpier ausklariert haben – alles sehr harmonisch und nett, 3 Personen zur Kontrolle (Personen,  Drogen) an Bord – haben wir Rabat Richtung Tanger gegen Mittag verlassen.

Wir haben unseren Stempel in die Pässe bekommen und sogar den Drogenhund (ca. 3-5 Jahre alter deutscher Schäferhund:-) gesehen. War noch etwas wild und ungestüm und daher haben die Beamten wohl entschieden, ihn nur von außen am Boot schnüffeln zu lassen…

Es wird über Nacht gehen, da ca. 130 nm und kein weiterer Zwischenstopp (ankern auch verboten) erlaubt ist.

Dann mal los@

Rückfahrt nach Rabat

Ein letztes Frühstück, dann bringt uns ein Transfer zum Bahnhof Fes.

Der Zug wird hier eingesetzt und fährt pünktlich ab.

In Meknes steigt ein junges Paar (Spanier und Marokkanerin) ein, die gerade geheiratet haben.

Da es anfangs Probleme gibt, dass er die Fahrkarten findet, entwickelt sich ein nettes Gespräch. Sie studiert noch 1 Jahr in Tanger und er arbeitet in Barcelona.

Die beiden starten ihre Hochzeitsreise mit dem Zug bis Casablanca und dann per Flieger nach Bali.

Ca. 1 Std. vor unserer Ankunft in Sale steigt die Klimaanlage aus und das Abteil heizt sich unerträglich auf. Fast wie in D im ICE 😉

Was macht der Marokkaner? Er lässt die Zugtüren während der Fahrt auf  :-))

Völlig durch kommen wir beim Schiff an, obwohl es hier ca. 12 Grad weniger hat.

Wir finden die prima unversehrt vor, hatten uns aber auch keine Sorgen gemacht.

Licht und Schatten

Wir haben uns bewusst entschieden, die Armut, den Dreck/Müll und die vielen Katzen (aber auch Hunde) jeglicher Alters- und Gesundheitsstufe zu zeigen.

Denn zu jedem Licht gehört auch Schatten und ich musste mein Herz sehr stark verschließen, um das teilweise auszuhalten.

Die Gerbereien von Fes

Fes ist bekannt für seine Lederherstellung.

Eine wirklich wahnsinnige, schmutzige und nicht gesunde Arbeit. Da mittlerweile viel mit Chemie gearbeitet wird, aber dennoch Handarbeit oder vielmehr Fussarbeit.

Bevor wir auf die Terrasse für die Besichtigung hochgestiegen sind, wurde uns die „arabische Gasmaske“ überreicht. (frische Minze)

Unter den Lederballen sind Esel, die diese Lasten über die Stufen tragen müssen 🙁

Riad Fes

Wir haben uns in ein typisches Riad inmitten der Medina eingebucht.

Inschallah mit Klimaanlage!

Denn es werden 43 Grad und durch die Abkühlung im Pool und in der Nacht das Zimmer auf 24 Grad runter gekühlt, kann man es aushalten.

Im Gegensatz zu Rabat herrscht hier aber eine trockene Hitze, die eh besser von uns zu ertragen ist.

Fes

Am Donnerstag ging es mit dem Zug von Sale (Bahnhof ca. 1km von der Marina entfernt) nach Fes. 20 Minuten verspätet (also nicht nur in D so 😉 ging es los.

Wir hatten die Fahrkarten 1. Klasse online gekauft (nur hier gibt es eine Sitzplatzreservierung). Der Zug ist etwas älter, aber mit Klimaanlage und wir waren nur 10 Minuten verspätet in Fes.

Interessante Fahrt durch Gebiete mit Industrie, aber auch sehr viel Landwirtschaft. (Getreide, Melonen, Oliven..)

Achtung Fußgänger

Trotz Zebrastreifen ist es lebensgefährlich die Straßen zu überqueren. Manchmal gibt es auch Ampeln: wenn für Fußgänger grün, haben bei den Autos 2 Spuren rot und eine grün…

Da wir es in Spanien und vor allem in Portugal gewohnt waren, dass beim kleinsten abbiegen Richtung Fußgängerüberweg, die Autos eine Vollbremsung machen und du – ob du willst oder nicht 😉 – gezwungen wirst, rüber zu gehen. Hier muss man sehr wachsam sein!

Wanderung am Atlantik

Am Sonntag sind wir mit der Tram Linie 2 gefahren (ca. 17 Stationen), am vorletzten Halt ausgestiegen und zum Wasser runter gegangen.

Ca. 6km die Promenade bis zum Fluss zurück gewandert und haben uns dann über den Fluss nach Sale rudern lassen.

Zwischendurch eine Kaffeepause und das Museum für Photografie besucht.

Zum Schluß gab es als Belohnung einen Café mit frozen yoghurt.

Mawazine Festival

Vom 20. bis 28.6.2025 findet dieses größte Musikfestival auf 7 Bühnen in Rabat und Sale statt.

Wir hatten uns schon über die Bühnen bei der Einfahrt gewundert.

Viele Konzerte sind kostenlos und ganze Familien von Jung bis Alt sitzen am Strand oder Flussufer.